START – Niederösterreich

Integration geschieht nicht einfach so, sondern sie muss mit viel Professionalität und Einfühlungsvermögen individuell nach den Möglichkeiten und Bedürfnissen angepasst werden, und genau das kann START.

START Österreich, das sind über 100 aktive StipendiatInnen und rund 160 engagierte Alumni/ae, die ihre Wurzeln in über 50 Nationen haben. Zusammen bilden sie die START-Österreich Gemeinschaft in Wien, Vorarlberg, Salzburg, Oberösterreich und jetzt auch Niederösterreich. Vision und leitender Gedanke dieses einzigartigen Förderprogramms ist eine chancengerechte, offene, sozial durchlässige Gesellschaft in der Interkulturalität als Bereicherung erlebt wird. START-Österreich leistet als nachhaltige Initiative dazu einen Beitrag, indem  Bildungskarrieren begabter SchülerInnen mit Migrationsgeschichte begleitet, ihr soziales Engagement unterstützt und ihr gesellschaftliches Engagement bestärkt werden. Seit dem Jahr 2007 wird das Stipendienprogramm in Österreich gemeinsam mit rund 75 Kooperationspartnern realisiert.

START ist ein Schülerstipendium für engagierte Jugendliche mit Migrationshintergrund, die die Oberstufe einer AHS oder BHS besuchen und die Matura anstreben.

Das Stipendienprogramm will engagierten Jugendlichen mit Migrationshintergrund verstärkt die Möglichkeit zu einer höheren Schulbildung und damit bessere Chancen für eine gelungene Integration bieten.

START möchte folgende Ziele erreichen:

Schule

  • die Entwicklungschancen befähigter und zielstrebiger SchülerInnen mit Migrationshintergrund verbessern
  • begabte SchülerInnen zur Wahl eines höheren Bildungsweges ermutigen
  • die Konzentration auf die Schule ermöglichen

Beruf

  • die Voraussetzung für eine akademische Laufbahn verbessern
  • Wege in berufliche Leitungsfunktionen eröffnen

Gesellschaft

  • die erfolgreiche und beispielhafte Integration der StipendiatInnen in die Gesellschaft ermöglichen
  • die Vorbildfunktion der StipendiatInnen für andere stärken
  • die StipendiatInnen zur Vermittlung zwischen MigrantInnen und österreichischer Bevölkerung qualifizieren
  • das interkulturelle Potenzial der Zuwandererkinder für die gesamte Gesellschaft fruchtbar machen

 

Dank der Sinnstifter ist der Standort Niederösterreich möglich geworden, und das Land NÖ hat sich auch bereit erklärt, dieses großartige Projekt sehr großzügig zu unterstützen.

Ein Bundesland, welches viele Jugendliche mit Migrationshintergrund hat und daneben auch viele Unternehmensstandorte, wo sich sicher einige Arbeitschance für die sehr gut ausgebildeten Migranten und Migrantinnen ergeben werden.

START-Niederösterreich begrüßt die ersten StipendiatInnen!

Nach Wien, Vorarlberg, Salzburg und Oberösterreich wurden dieses Jahr – Dank des Landes Niederösterreich und den Sinnstiftern – erstmals auch Jugendliche aus Niederösterreich in das START-Stipendienprogramm aufgenommen. Die 13 frischgebackenen niederösterreichischen START-StipendiatInnen wurden bei einem rauschenden Fest im Panoramasaal der HYPO Landesbank NÖ in St. Pölten feierlich begrüßt!

Nach der Begrüßung durch die ModeratorInnen und START-Niederösterreich StipendiatInnen Nikola Gregusova und Abdul Razak Fakhouri richteten Landesrätin Mag. Barbara Schwarz – in Vertretung von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll – und Mag. Katharina Turnauer von den Sinnstiftern Grußworte an die StipendiatInnen und die zahlreichen Gäste.

 

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Mag. Barbara Schwarz, Landesrätin für Soziales, Bildung und Familie, machte den Jugendlichen, die aus acht verschiedenen Nationen stammen und größtenteils erst 2015 als Flüchtlinge nach Österreich gekommen sind, Mut ihre Ziele zu verfolgen: „Es ist völlig unwesentlich wo jemand herkommt und welche Nationalität jemand hat, wichtig ist, dass Menschen Chancen bekommen. Und die START-Stipendien sind dazu da um jungen Menschen Chancen zu geben. Es ist schwierig in ein Land zu kommen, das man nicht kennt, dessen Sprache man nicht kennt, wo vieles anders ist, wo die Kultur anders ist, wo man manchmal auch auf Unverständnis stößt, wo natürlich auch jene, die hier leben, manchmal Schwierigkeiten haben anderes zu verstehen. Aber mit gutem Willen und aufeinander zugehen, glaube ich, sind alle diese Probleme zu lösen. Ich wünsche den Stipendiatinnen und Stipendiaten alles Gute für Ihre Zukunft und einen Weg, der – das wäre unehrlich es nicht dazu zu sagen – nicht frei von Holpersteinen sein wird, aber einen Weg, wo ihr alles bewältigen könnt, was sich euch in den Weg stellt. Ich bin mir sicher, dass wir hier junge Menschen sitzen haben, die mit vollem Elan und mit viel Willen und mit viel Fleiß und mit allem, was ihnen zur Verfügung steht, ihren Weg gehen wollen. […] Und ich freue mich darauf diese Wege ein bisschen zu beobachten, da dabei zu sein. […] Es ist ein gutes Programm und ich freue mich, dass eure Zukunft hier in diesem Land stattfinden darf. Alles, alles Gute für euren weiteren Weg!

Mag. Katharina Turnauer, Sinnstifterin und Stifterin der Katharina Turnauer Privatstiftung, berichtete wie es zur Unterstützung des Verein START-Stipendiums und im Speziellen START-Niederösterreich gekommen ist und betonte die Potenziale, die in den StipendiatInnen stecken und die es zu fördern gilt: „Wir sehen dieses Projekt sich entwickeln, ich würde sagen, wie eine wachsende Blume – langsam und stetig und es wird immer schöner. Und ich bin sehr berührt jetzt hier heute stehen zu dürfen und euch hier zu sehen. Ich sehe so viele Migrationsprojekte oder Projekte, die Menschen helfen wollen, und viele, viele von denen sind sehr gut. Das, was mir an START so gefällt, ist, dass so eine Energie drinnen steckt und dass ihr nicht gesehen werden als ‚die brauchen etwas‘, sondern ‚die haben etwas zu geben, die muss man fördern und unterstützen‘ und ich glaube, dass ihr für unser Land ganz, ganz wichtig seid.

Anschließend begrüßte Außenminister und START-Schirmherr Sebastian Kurz die StipendiatInnen mittels einer Videobotschaft. Er hob die Wichtigkeit von Bildung für Integration hervor und ermutigte die Jugendlichen ihre Talente zu erkennen und mithilfe des START-Stipendiums bestmöglich zu entfalten.

Von den Talenten, die in den START-Niederösterreich StipendiatInnen stecken, konnten sich die Gäste daraufhin selbst ein Bild machen. Zwei der Jugendlichen, Amir Saleh Mohebi und Amin Alizade, haben nämlich ein Video gedreht und bearbeitet, in dem die START-StipendiatInnen sich und ihre Ziele vorstellen.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte folgende Webseite: www.start-stipendien.at

 

Projekte

Wiener Tafel

Die Wiener Tafel stellt eine Brücke zwischen der Überfluss- und Bedarfsgesellschaft dar. Dadurch schafft sie eine Win-Win-Win-Situation für Wirtschaft, Umwelt und Soziales. Details

Tu was, dann tut sich was – Mühlviertler Alm 2013

Die Mühlviertler Alm hat die Jugend als Schwerpunkt zum Thema gemacht. Details

Tu was, dann tut sich was – Mostviertel Mitte 2015

Die Region hat ihren Schwerpunkt auf Vielfalt und Zusammenhalt, Miteinander der Generation und gute Dorfgemeinschaft gelegt. Details

Tu was, dann tut sich was – Lungau 2011

Der Lungau im Bundesland Salzburg war erster „Tu was -Tatort“. Details

Tu was, dann tut sich was – Eisenstrasse 2012

Der Schwerpunkt der Eisenstrasse ist „Gutes Arbeiten und Wirtschaften”. Details

Tu was, dann tut sich was

Tu was, dann tut sich was ist eine Einladung, innerhalb einer Region Ideen zu entwickeln und umzusetzen, die den sozialen Zusammenhalt verbessern und die Teilhabemöglichkeiten von (benachteiligten) Menschen stärken. Details

Spendahilfe in Kilis (Türkei)

Die syrischen Menschen gehen durch unvorstellbares Leid, auch dann wenn sie in Auffanglager in der Türkei landen. Seit Oktober 2012 unterstützt die Familie Dahi aktiv - durch zahlreiche Hilfsaktionen – syrische Kriegsopfer. Das Motto „Wir helfen Syrien aus eigener Kraft!“ gab den Schwestern Sherin und Yasmin und ihrem Vater Mahmoud Dahi die Motivation selbst etwas Gutes zu tun. Details

Sommercamp für Kinder aus der Ost-Ukraine

Aus aktuellem Anlass haben sich die Sinnstifter 2014 entschlossen, kriegsgeschädigten Kindern sofort Unterstützung anzubieten, damit sie dem grauenhaften Alltag wenigsten für kurze Zeit entfliehen können und dadurch neue Kraft schöpfen, um ihr Leben ein bisschen besser zu meistern. Details

One Class for All (Burkina Faso)

Kinder mit Behinderungen haben es in Afrika immer noch sehr schwer. Sie werden oft als beschämend und als Last gesehen. Daher möchte dieses Projekt solchen Kindern die Tür zu öffentlichen Schulen und zur Ausbildung öffnen. Details

Lobby 16

Durch Bildung zu mehr Chancen am Arbeitsmarkt und besserer Bewältigung des Alltags. Details

Lernpatenschaften

Hedi (Lernpatin): „Ich möchte etwas Sinnvolles tun. Das Projekt Lernpatenschaften gibt mir die Gelegenheit dazu“. Details

Innovia

Bei Peer to Peer Counseling helfen sich Behinderte gegenseitig um auch im Berufsleben gut weiter zu kommen.

Details

Ideegration

In ganz Österreich leisten zivilgesellschaftliche Initiativen nicht nur Integrationsarbeit gemeinsam mit Geflüchteten, sie stärken auch den zivilgesellschaftlichen Zusammenhalt. Jetzt geht es darum, guten Ansätzen professionelle Strukturen zu geben, damit sie bleiben und sich verbreiten.

Details

Gründermillion

Wenn sich arbeitslose Menschen selbstständig machen wollen, können ihnen ganz verschiedene Hindernisse im Weg stehen. Details

Discovering Hands

Discovering Hands bildet blinde Frauen zu Medizinischen Tastuntersucherinnen (MTUs) aus, die im Rahmen der Brustkrebsfrüherkennung eingesetzt werden. Details

Die Lerntafel

Die Vision der Lerntafel ist es allen Kindern eine Chance auf Bildung zu geben. Da aber jedes Kind individuell ist, braucht es auch individuelle Hilfe, um die Lernziele zu erreichen. Kinder, deren Muttersprachen nicht Deutsch ist, haben es dabei besonders schwer, und sie sind auf diese Unterstützung angewiesen, die sie nur durch solche großartigen Initiativen bekommen können.

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